von sonntagmorgendlichem Frühaufstehen und feministischen geblümten Röcken

dulce de leche popover

Dieser Post ist mit Widmung. Eine spontane Widmung, eine Widmung des weissnichtwarumaberlustdrauf, Widmung weil dieses Rezept einfach perfekt auf sie passt, auf die Stefi.

Die Sache ist halt, wenn ihr die Stefi auch kennen würdet, dann würdet ihr verstehen, was ich meine. Denn sie ist die Verkörperung des Feminismus. Aber versteht mich nicht falsch: ich meine damit nich diesen rebellischen, zornig-zappelnden Feminismus, der sich sturköpfig darauf fixiert, im Hosenanzug herumzustolzieren und das-was-die-Jungs-machen auch und besser verrichten zu wollen – nein, ich spreche von jenem Feminismus, der im weichen, geblümten Rock gekleidet und Leidenschaft in den Augen sich jenen Tätigkeiten widmet, für die uns Mutter Erde so geschaffen hat, wie wir sind. Der die Welt daran erinnert, dass es Eigenschaften gibt, die nur der Frau sind, und die es vielleicht Zeit wäre, etwas mehr wahrzunehmen und zu schätzen.

Und obwohl man sie von weit weg schon an ihrer Afromähne erkennt, trotz ihrer unverschämt grunge-igen Leidenschaft für alternative elektronische Musik und dem dazugehörigen Spackentanz im Pulp-fiction-Stil, und wenn sie auch ihr Leben seit Jahren mit einem absoluten Freak der Technik teilt, aus Liebe zu dem sie sogar in der Lage ist, sich jeden Morgen mit der elektronischen Zahnbürste, die dir nach 2 Minuten Putzzeit zublinkert, die Zähne zu bürsten, ist Stefi in ihrem inneren eine mediterrane Hausfrau von Anfang ’900. Und ich weiss dass sie, wenn sie mal gross ist, sonntags morgens vor allen aufstehen wird um auf Zehenspitzen in die Küche zu gehen und das Frühstück vorzubereiten.

Deswegen sind die Sonntagsmorgendlichen Popovers ihr gewidmet. Ihr, und all uns Fräuleins, die im Jahre 2012 und trotz Epilator, Sonnenstudio, Internet, Zumba und Fertiggerichten aller Art, uns noch tief in unserem Inneren wie kleine Hausfrauen fühlen ;)

popover breakfast tarts

Zutaten: 

für 20 Mini-popovers (im Mini-Muffinblech gebacken)

- 2 Eier

- 240 ml Milch

- 120 g Mehl

- eine Prise Salz

Und so geht’s: 

Eier in einer Schüssel mit einem Schneebesen leicht aufschlagen (einfach so von Hand), die Milch dazugiessen und anschliessend, immernoch rührend, Mehl und Salz. Diesen Teig eine knappe Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen  - inzwischen kann man ja zum Beispiel auch nochmal schnell auf ein kurzes Nickerchen zurück ins Bett schleichen ;)

Nach dieser Zeit den Ofen auf 210°C vorheizen und den Teig in eine gefettete Muffinform füllen. Dabei darauf achten, dass jede der Muffinmulden bis zum Rand gefüllt ist. Bei meiner Mini-Muffin-form sind 20 Popovers daraus geworden, bei normalen Muffinformen werden es 6 oder 8. In letzterem Fall natürlich beachten, dass sie länger backen müssen als hier bei mir angegeben.

Die Minipopovers 12 Minuten lang bei 210°C backen, dann den Ofen auf 180°C runterschalten und weitere 10 Minuten lang backen.

Aus dem Ofen nehmen und noch warm essen, mit Butter, Marmelade, Honig, Caramelaufstrich (mein Favorit..siehe Foto…) oder was auch immer euch inspirieren mag!

popovers' army

(Dieses tolle Rezept ist wiedermal adaptiert von Sigrid Verbert und ihrem cavolettodibruxelles)

Versione italiana qui: http://vivismultilingualkitchen.wordpress.com/2012/06/07/di-femminismi-domenicalmattutini-e-massaie-del-2012/

Versión española aquí: http://vivismultilingualkitchen.wordpress.com/2012/06/14/de-feminismos-en-falda-de-flores-y-madrugadoras-domingueras/

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